Ein Firmenretreat im französischen Jura: drei Tage im eigenen Haus, gleich hinter der Grenze
Von Robin — Ihrem Gastgeber · 23. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit · Unsere Methode
Ein Firmenretreat im französischen Jura umfasst drei Tage, in denen ein kleines Team in einem ganzen Haus gleich hinter der Grenze Entscheidungen trifft, fern vom Büro. Jura 835 in Foncine-le-Bas wird nur an ein einziges Team vermietet, für 6 bis 8 Personen, und ist von Bern aus in etwa 1 Std. 55 Min. erreichbar.
Warum über die Grenze?
Ein Seminarraum in der eigenen Stadt trennt selten vom Alltag: Das Telefon klingelt, jemand muss kurz ins Büro, der Abend endet zu Hause. Im französischen Jura wechselt nicht nur der Ort, sondern auch die Sprache auf der Speisekarte, der Rhythmus der Dörfer und der Blick aus dem Fenster. Die Entfernung ist groß genug für einen echten Bruch und klein genug, um am Freitagabend wieder zu Hause zu sein. Für Teams, die zwischen Deutsch und Französisch arbeiten, ist der Ortswechsel zudem ein Anlass, die zweite Sprache wieder zu üben, beim Einkaufen in der Umgebung oder im Gespräch mit den Nachbarn.
Wie lange fährt das Team aus Bern, Basel und Zürich?
Aus Bern erreicht das Team das Haus nach ungefähr 1 Std. 55 Min. Fahrt. Wer in Basel startet, sitzt etwa 3 Std. im Auto, von Zürich aus sind es rund 3 Std. 20 Min.; zwei Fahrzeuge genügen für die ganze Gruppe. Ein Rechenbeispiel: Kommt ein Auto aus Basel und eines aus Bern, sind die Basler gut 1 Stunde länger unterwegs; soll die erste Sitzung nach dem Mittagessen beginnen, starten sie entsprechend früher. Wer lieber den Zug nimmt, steigt in Frasne aus, rund 40 Min. vom Haus entfernt; die Weiterfahrt per Mietwagen oder Taxi planen Sie vorab, Kontakte vermitteln wir auf Anfrage.
Wie sieht der Ablauf über drei Tage aus?
Ein Retreat von drei Tagen hat eine klare Form. Am ersten Tag reist das Team bis Mittag an, die erste Sitzung beginnt nach dem Essen mit einer Bestandsaufnahme. Der zweite Tag gehört der eigentlichen Arbeit: am Vormittag die schwierigen Themen, am Nachmittag ein Spaziergang zu zweit oder zu dritt, um die Entscheidungen reifen zu lassen. Der dritte Morgen dient dazu, die Beschlüsse in einem Beschlussprotokoll festzuhalten, mit Verantwortlichen und Fristen, bevor alle am frühen Nachmittag zurückfahren. Wer eine ganze Woche plant, findet einen Ablauf in der Seminarwoche von Montag bis Freitag.
Wer moderiert?
Die Führungsperson, die ihr eigenes Retreat moderiert, kann nicht gleichzeitig Positionen vertreten und dafür sorgen, dass alle zu Wort kommen. Eine externe Moderation, oder ein Teammitglied, das sich nur dieser Aufgabe widmet, nimmt ihr diese Rolle ab. Sie hält die Zeit, holt die Stillen ins Gespräch, fasst Entscheidungen zusammen und verhindert, dass ein Thema ohne neue Argumente zurückkehrt. Wählen Sie die Moderation nach ihrer Erfahrung mit kleinen Führungsteams, nicht nach ihrem Programm an Teamspielen: Vom Retreat erwartet das Unternehmen Entscheidungen, keine Unterhaltung.
Was unterscheidet das Haus von einem Seminarhotel?
Das Haus wird nie geteilt: kein anderer Gast am Frühstückstisch, kein Personal, das mithört. Der Wohnraum dient als Plenum, das Arbeitszimmer als Raum für vertrauliche Gespräche oder einen Anruf bei geschlossener Tür, alles ebenerdig. Wie sich das von einem Seminarhotel unterscheidet, erklärt ganzes Haus oder Seminarhotel.
Wer kocht, und was passiert am Abend?
In einem Selbstversorgerhaus kocht das Team gemeinsam, was Kosten spart. Wer die Abende frei haben möchte, lässt für das Abendessen eine Köchin oder einen Koch kommen; die Möglichkeiten beschreibt ein Koch im Haus. Abends versammelt sich das Team am langen Tisch, und die Gespräche, die im Plenum keinen Platz fanden, finden hier ihren Ort. Ein gemeinsames Abendessen am ersten Tag, ohne Tagesordnung, legt oft den Grundstein für offene Diskussionen am nächsten Morgen.
Wie gut ist die Internetverbindung?
Ein Retreat soll vom Alltag trennen, aber nicht von den wichtigen Kolleginnen und Kollegen. Das Haus ist mit Glasfaser angebunden, mit 1 Gbit/s, genug für eine stabile Videokonferenz mit dem Rest des Unternehmens. Legen Sie solche Termine bewusst fest, etwa eine halbe Stunde am Ende des zweiten Tages, und lassen Sie den übrigen Tag offline.
Für welche Teams passt das Haus, und was kostet es?
Das Haus bietet Platz für 6 bis 8 Personen; ist das Team größer, passt ein Seminarhotel besser, und wir sagen das offen. Der öffentliche Preis beginnt bei 4.200 € für sieben Nächte; ein Aufenthalt von drei Tagen ist je nach Datum möglich. Schreiben Sie uns den gewünschten Zeitraum, die Größe des Teams und das Ziel des Retreats: Wir sagen Ihnen offen, was das Haus ermöglicht und was nicht. Ein kurzes Videogespräch vor der Buchung hilft oft, den Ablauf gemeinsam durchzugehen.