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Journal · SchneeschuhSchneeschuhwandern im französischen Jura: markierte Routen jenseits der Grenze
Von Robin — Ihrem Gastgeber · Quellen am Ende · 21. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit · Unsere Methode
Wer im Neuenburger oder Berner Jura schon mit Schneeschuhen unterwegs war, findet auf der französischen Seite dieselbe Landschaft, nur ruhiger und oft menschenleer: verschneite Weiden, Fichtenwälder und Kuppen mit weitem Blick. Dieser Artikel stellt die Routen rund um Foncine-le-Bas vor, wo Jura 835 steht, ein Haus für 6 bis 8 Gäste, das jeweils eine einzige Gruppe aufnimmt.
Warum die französische Seite
Der Jura hört an der Grenze nicht auf. Westlich von Vallorbe und Le Brassus setzen sich die Hochflächen fort, und die Dörfer liegen weit auseinander. Die nordischen Zentren spuren Loipen und markieren daneben eigene Schneeschuhrouten, damit Langläufer und Wanderer sich nicht in die Quere kommen. Für Gruppen aus der Westschweiz ist die Anreise kurz, für Gruppen aus Bern oder Basel ein entspannter Halbtag. Wer am Freitagnachmittag losfährt, steht am Samstagmorgen auf den ersten Spuren.
Foncine-le-Haut: das Zentrum nebenan
Das Langlaufzentrum von Foncine-le-Haut liegt im Nachbardorf: Man ist in 10 min am Startpunkt. Jura Tourisme verzeichnet dort 17 markierte Schneeschuhrouten in unterschiedlicher Länge. Am Zentrum gibt es Informationen zu den aktuellen Verhältnissen; dort erfährt man auch, welche Routen gerade geöffnet sind. Mehr zum Zentrum steht in unserem Artikel über das Loipengebiet.
Mouthe: an der Quelle des Doubs
Etwas weiter, in 20 min Autofahrt, liegt Mouthe, das Dorf an der Quelle des Doubs. Montagnes du Jura beschreibt am dortigen Langlaufzentrum Schneeschuhrouten von insgesamt 20 km. Das Hochtal gilt als einer der kältesten Orte Frankreichs. Ein guter Tag für die zweite Hälfte der Woche, wenn die Beine an die Schneeschuhe gewöhnt sind.
Die Grande Traversée du Jura zu Fuß im Schnee
Für Ausdauernde gibt es die Grande Traversée du Jura auch als Schneeschuhroute. Jura Tourisme beschreibt sie als Weitwanderung von etwa 10 Tagen durch das Massiv, von Unterkunft zu Unterkunft. Man muss sie nicht ganz gehen: Eine Etappe in der Nähe des Hauses gibt einen Eindruck, wie es sich anfühlt, einen ganzen Tag im Schnee unterwegs zu sein. Die Etappe ab Foncine-le-Haut stellt unser Artikel über die GTJ vor.
Ausrüstung und Sicherheit
Wer keine eigenen Schneeschuhe hat, fragt am Langlaufzentrum nach einem Verleih; Modelle mit Steighilfe erleichtern die Anstiege. Dazu gehören feste, wasserdichte Schuhe, Stöcke mit großen Schneetellern, Gamaschen, mehrere Schichten Kleidung, eine Thermosflasche und etwas zu essen. Bleiben Sie auf den markierten Routen: Sie meiden empfindliche Zonen, in denen Wildtiere im Winter Ruhe brauchen, und Sie werden gefunden, falls etwas passiert. Im Hochwinter wird es früh dunkel, also rechtzeitig umkehren. Erkundigen Sie sich vor jeder Tour nach dem Wetter und den Verhältnissen; nach starkem Schneefall oder bei Nebel wählt man besser eine kurze, gut bekannte Runde. Ein geladenes Telefon gehört in jede Jackentasche, und jemand im Haus sollte wissen, welche Route Sie gewählt haben.
Ein Tag auf Schneeschuhen
Ein gelungener Tag beginnt nicht zu früh: Wenn die Sonne über die Kuppen steigt, wird der Schnee griffiger und die Kälte erträglicher. Man startet mit einer kurzen Runde, um die Bindungen einzustellen und den Rhythmus zu finden, und hängt dann die längere Schleife an. Mittags reicht eine Pause im Windschatten des Waldes, mit heißem Tee und Brot, Käse und Trockenfrüchten. Am Nachmittag geht es zurück, bevor das Licht flach wird. Wer mit Kindern unterwegs ist, wählt die kürzeste Route und plant mehr Pausen ein: Spuren von Füchsen, Rehen oder Hasen im Schnee zu suchen, macht aus jeder Strecke ein Spiel. Kleine Kinder ermüden im tiefen Schnee schnell, ein Schlitten im Kofferraum rettet manchen Nachmittag.
Langlauf und Schneeschuh in einer Woche
Viele Gruppen mischen beides: morgens Langlauf auf den Loipen, nachmittags eine ruhige Schneeschuhrunde, oder abwechselnd ein Tag für jedes. So kommen auch Gäste auf ihre Kosten, die nicht auf schmalen Ski stehen möchten. Für gemischte Gruppen ist das oft der Schlüssel: Niemand muss mithalten, und abends am Tisch erzählt jeder von seinem eigenen Tag. Wie ein langes Langlauf-Wochenende aussehen kann, beschreibt unser Artikel dazu; für den Sommer gibt es die Wanderwoche.
Anreise und das Haus
Von Bern fährt man 1 Std. 55 Min., von Basel 3 Std.; aus der Romandie ist der Weg deutlich kürzer. Von November bis März sind Winterreifen oder mitgeführte Schneeketten Pflicht, und nach Schneefall braucht die Fahrt mehr Zeit. Auf 835 m gelegen, hat das Haus 3 Schlafzimmer auf einer Ebene; nasse Schuhe und Kleider trocknen über Nacht. Vermietet wird bevorzugt wochenweise, ab 4.200 €.