Dinosaurierspuren im französischen Jura: die Fährten von Loulle
Von Robin — Ihrem Gastgeber · Quellen am Ende · 23. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit · Unsere Methode
Die Dinosaurierspuren von Loulle sind eine Kalkplatte voller Fußabdrücke von Sauriern im französischen Jura, bei Champagnole. Wer an die Fundstellen auf der Schweizer Seite denkt, findet sie hier auf der französischen Seite des Juras. Von einem Steg aus folgen Kinder den Spuren riesiger Pflanzenfresser und zweibeiniger Raubsaurier. Der Eintritt ist frei, und von unserem Haus ist man schnell dort.
Wer hat die Spuren entdeckt?
Entdeckt wurde die Fundstelle im Herbst 2004 von Jean-François Richard, berichtet Jura Tourisme. Laut Jura Tourisme ist es die älteste Fundstelle von Saurierfährten im ganzen Jurabogen, älter als die bekannten Fundstellen auf der Schweizer Seite. Paläontologen der Universität Lyon 1 und des CNRS haben hier rund 1500 Abdrücke erfasst. Kinder staunen, dass diese Spuren bis zu ihrer Entdeckung unbemerkt auf dem Boden eines aufgelassenen Steinbruchs lagen. Erzählen Sie ihnen vor dem Besuch, dass ein einzelner Mensch hier etwas entdeckte, das danach Fachleute aus Lyon und vom CNRS beschäftigte: Es zeigt, dass Entdeckungen nicht nur in Museen und Labors passieren, sondern manchmal ganz in der Nähe.
Welche Saurier sind hier gelaufen?
Die Abdrücke bilden 21 Fährten von Sauropoden, den riesigen Pflanzenfressern mit langem Hals, und 6 Fährten von Theropoden, also Fleischfressern. Darunter sind laut Jura Tourisme die Spuren eines gewaltigen Tieres, das in Europa bisher sonst nicht bekannt ist. Laut einem Bericht von Jura Tourisme sind die Fährten in verschiedenen Farben nachgemalt, damit man sie besser auseinanderhält: ein schönes Suchspiel für die Kleinen. Lassen Sie die Kinder vom Steg aus ihren eigenen Fuß mit einem Abdruck vergleichen: Der Vergleich macht die Größe dieser Tiere greifbarer als jede Zahl. Und wer mag, zählt die Schritte zwischen zwei Abdrücken und versucht, im gleichen Takt nebenher zu gehen.
Wie alt sind die Spuren?
Laut dem Infoblatt der Fundstelle stammen die Fährten aus der Jurazeit, vor rund 155 Millionen Jahren; die Paläontologen aus Lyon ordnen die Schichten dem frühen Kimmeridgium im Oberjura zu. Damals lag hier eine Wattfläche am Meer, deren weicher Kalkschlamm die Schritte festhielt, und laut Jura Tourisme hat das Meer die Abdrücke anschließend fossilisiert. Schautafeln entlang des Stegs erklären, in welcher Landschaft die Saurier lebten. Für Kinder ist das Wort „Jura“ hier doppelt spannend: Es ist der Name der Berge und der Jurazeit zugleich, und die Jurazeit wurde nach genau diesen Bergen benannt. Ein Bilderbuch über Dinosaurier oder ein kurzer Film am Vorabend bereitet den Besuch gut vor; dann kennen sie den Unterschied zwischen Pflanzen- und Fleischfressern schon und suchen die Hinweise selbst.
Kostet der Besuch etwas, und gibt es Führungen?
Die Kalkplatte ist empfindlich: Frost im Winter und viele Füße haben sie lange beschädigt. Heute ist ein großer Teil geschützt, und man besichtigt sie von einem Steg mit Schautafeln aus. Der Zugang ist frei; im Sommer gibt es laut Jura Tourisme Führungen einmal pro Woche, mit Reservierung. Bleiben Sie auf dem markierten Weg und erklären Sie den Kindern, warum jeder Schritt auf der Platte ihr schadet. Die Führungen lohnen sich, wenn Ihre Daten passen: Eine Fachperson zeigt Details, die man allein leicht übersieht, und beantwortet die vielen Fragen, die Kinder unweigerlich stellen.
Wie lang ist der Rundweg?
Vom Parkplatz der Fundstelle startet ein markierter Rundweg: 8,6 km mit 205 m Aufstieg, größtenteils im Wald, beschrieben vom Département Jura. Er führt laut Jura Tourisme an den Aussichtspunkten von Surmont, mit Blick auf Champagnole, und der drei Kirchtürme (Belvédère des 3 Clochers) vorbei und zum Karrenfeld von Loulle, dem Lapiaz, einer weiten, von Rinnen und Spalten zerfurchten Kalkfläche. Mit kleinen Kindern genügt ein Teil der Runde; ältere erkunden gern die eigenartige Oberfläche vom Weg aus.
Was nehmen Sie mit?
Feste Schuhe für den Rundweg, der nach Regen rutschig sein kann, Sonnenhut und Wasser an sonnigen Tagen, denn die Platte liegt offen. Ein Skizzenheft und Stifte, damit die Kinder ihre Lieblingsspur zeichnen, und ein Maßband für die kleinen Rechenkünstler. Ein Picknick mit etwas Süßem für den Rückweg rundet den Vormittag ab; zum Mittagessen geht es nach Champagnole oder zurück ins Haus.
Wie viel Zeit, je nach Alter der Kinder?
Mit Kindern unter 6 Jahren genügen der Steg und ein kurzes Stück Waldweg; zum Mittagessen sind Sie zurück im Haus. Mit Schulkindern lohnt die ganze Runde von 8,6 km, dann wird ein langer Vormittag daraus, mit Picknick am Karrenfeld. Am Nachmittag passt ein Seetag, Ideen dazu stehen bei den Seen im französischen Jura. Wer lieber Wasserfälle sucht, schaut bei den Wasserfällen der Region nach. Für einen Regentag gibt es die Höhlen im französischen Jura.
Wie weit ist es vom Haus?
Von Jura 835 in Foncine-le-Bas sind es 25 Min. mit dem Auto (21 km). Ein langer Vormittag reicht für Steg und Rundweg; am Nachmittag warten 400 m² eingezäunter Rasen und viel Zeit zum Nachzeichnen der Saurier. Das ebenerdige Haus nimmt 6 bis 8 Gäste auf, immer nur eine Familie oder Gruppe. Was rund ums Dorf wartet, steht in Foncine-le-Bas mit Kindern.
Quellen
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